14. Ferienakademie in Roggenburg vom 22. bis 26. April 2019

Theater und Tanz – Dozenten und Kurse

Nora Junghanß, Osnabrück
Magister der Theaterwissenschaft, Pädagogik, Psychologie,
Zusatzqualifikation Theaterpädagogik


Kursangebot:
„Einfühlung und/oder Verfremdung“
Auf der Bühne ein Schauspieler. Er jubelt, klagt, weint. Seine Emotionen scheinen täuschend echt. Sein Spiel berührt uns tief, erinnert uns an selbst Erlebtes. Wir leiden mit ihm.
Szenenwechsel.
Auf der Bühne ein Darsteller. Er trägt die Gefühle seiner Rolle in Songs vor, präsentiert seine Gedanken auf Plakaten, in Videoeinspielungen, er tritt aus seiner Rolle heraus und spricht uns Zuschauer direkt an.
Gedankensprung.
Konstantin Stanislawski und Bertolt Brecht entwickelten im 20. Jahrhundert zwei gegensätzliche Theateransätze, die bis heute Auswirkungen auf unsere Sehgewohnheiten und das Verständnis von „gutem Schauspiel“ haben. Während Stanislawskis Theater ein möglichst genaues Abbild der Wirklichkeit liefern sollte, strebte Brecht danach, verschiedene Perspektiven auf die Wirklichkeit darzustellen.

Wir werden zwei bedeutende Theatermacher und ihre konträren Schauspielmethoden kennenlernen und diese an ausgewählten Szenen erproben.


Barbara Frazier, Augsburg
Theaterpädagogin und Regisseurin u.a. am Staatstheater Mainz, Theater Ulm, Oper Halle sowie am Ashtar Theatre Ramallah, Palästina. Dozentin an verschiedenen Universtitäten im Bereich Theater, Performance und Stückentwicklung. 2018/2019 Theaterpädagogin für die Opernschule des Jewish Chamber Orchestra Munich.


Kursangebot:
Raus aus der Box!
„RegisseurInnen sind bei der Entstehung eines Films von der Vorbereitung bis zum fertigen Werk die entscheidende künstlerisch-gestaltende Kraft. Sie sind nicht nachschaffende Interpreten eines vorbestehenden Werkes, sondern Gestalter einer originalen Schöpfung.“ Diese Definition des Regie-Berufs lässt sich auch auf Bühnenregie übertragen - ganz gleich ob Schauspiel oder große Oper, Musical oder Puppentheater, Schulaufführung oder Broadwayhit.

„Ich träume nicht nachts, ich träume am Tag. Träume sind, wovon ich lebe“, sagt Steven Spielberg, einer der größten Regisseure unserer Zeit. Und er hat Recht. Regisseure leben von ihren Träumen, von ihrer Kreativität, ihrem Ideenreichtum. Doch woher kommen die guten Ideen? Was inspiriert uns? Steckt wirklich in jedem Menschen ein Künstler? Wir springen raus aus der Box und rauf auf den Regie-Stuhl, sammeln verrückte Träume und unmögliche Einfälle und basteln daraus unsere ganz eigenen Regiekonzepte.

Tanz:

Domenico Strazzeri, Ulm
Choreograph, Tänzer und Bühnenbildner


Kursangebot:
In dieser Woche werden wir eine Mischung zwischen Hip Hop, Modern Jazz und Jazz erleben. Wir erarbeiten eine kleine Choreographie und werden, wenn es die Wetterverhältnisse erlauben, an verschiedenen Plätzchen probieren, die Umgebung als Bühnenbild benützen und einbauen. Dieselbe Choreographie ändert sich in der Umgebung. Tanzen als Ausdruck und Leben vieler Situationen! Wir tanzen von Anfang an und tanzen jeden Tag: Bewegung durch Zeit und Raum…
www.stradodanza.de